Prozessbegleitung
Für Neudenker- und Andersmacher:innen. Für Pionier:innen und Entscheider:innen. Für kreative Köpfe, die mit Herz und Hand gesellschaftlich etwas bewegen wollen – in ihrem Team, in ihrer Organisation, mit ihrem Projekt.
Wenn das Alte brüchig wird und das Neue noch im Verborgenen liegt, wenn die Erfahrungen der Vergangenheit nur bedingt auf die Zukunft übertragbar sind, wollen unbekannte Wege erkundet, andere Gangarten erprobt werden. Zugleich erfordern stimmige Antworten auf künftige Herausforderungen das Denken und Handeln in Netzen und Zusammenhängen. Denn Menschen, Kulturen, Beziehungen, Rahmenbedingungen bilden ein vielschichtiges und lebendiges Zusammenspiel verschiedenster Erwartungen, Kompetenzen und Anforderungen.
Als Prozessbegleiterin unterstütze ich Organisationen, Teams und Projektgruppen bei Entwicklungsvorhaben und in Veränderungen. Ich setze auf Co-Kreation, interne Lösungskompetenz und die Fähigkeit zur Selbstorganisation – mit Blick auf das gesamte System. Dazu gehören der produktive Umgang mit Unterschieden und das Bewusstsein für Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Elementen, ebenso wie die Stärkung von Eigenverantwortung und der Einbezug kollektiver Intelligenz. So entstehen oft tiefgreifende und überraschende Lösungen, die nachhaltig wirksam für alle Beteiligten sind.
Kontexte und Felder meiner Prozessbegleitung
Wandel gemeinsam gestalten
Gesellschaftliche Entwicklungen, rasche Veränderungen und hohe Komplexität brauchen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Organisationen sind gefordert, die Zukunft mit eigener Intention und Mut, Kohärenz und Kreativität zu gestalten. Und sich als lernende Systeme zu begreifen, die besonnen mit Unsicherheiten und Widerständen umgehen, ungewöhnliche Lösungen jenseits des Etablierten wagen und die Energie der Neugierde wachhalten.
Als Prozessbegleiterin eröffne ich Räume, in denen sich die Menschen eingeladen, inspiriert und ermutigt fühlen, Wandel nicht geschehen zu lassen, sondern aktiv mitzugestalten. In einer guten Balance aus Bewährtem und Neuem. Und mit Blick auf die eigenen Gesetzmäßigkeiten, denen Systeme unterliegen.
Je nach Größe, Komplexität und Beschaffenheit des Systems kooperiere ich mit sehr unterschiedlichen Kolleg:innen aus meinem Netzwerk – fein abgestimmt in der Zusammenarbeit.
Stationen unserer Zusammenarbeit
- Klärung & Erkundung
Verständnis entwickeln zum System. Fragen und zuhören. Essenzen zusammentragen. Kräfte aufdecken, Spannungen ermitteln. Entwicklungsrichtungen sichtbar machen. - Prozessarchitektur
Ziele priorisieren, gemeinsam. Wirksame Maßnahmen ausloten und abstimmen. Stakeholder einbinden. Erste Interventionen planen. Meilensteine verabreden. - Umsetzung & Begleitung
Interventionen setzen, Bewegung erzeugen. Workshops, Werkstätten, Großgruppenveranstaltungen, Pioniergruppen, Coaching. Ressourcen schöpfen, Gelingendes stärken. Breite Beteiligung ermöglichen. Transparenz wahren. - Reflexion & Anpassung
Resonanzen einholen und spiegeln. Wirksamkeit prüfen. Nachsteuern. Nächste Schritte und Interventionen planen. Organisationales Lernen ermöglichen. Selbstverantwortung stärken. - Würdigung & Abschied
Erfolge feiern. Geleistetes würdigen. Prozessabschluss finden, wenn ein neuer, stabiler Zustand erreicht ist.
Unterschiedlichkeit als Chance
Modellhafte und interdisziplinäre Vorhaben sind oft von Unwägbarkeiten und Suchprozessen geprägt. Vor allem, wenn verschiedene Akteur:innen mit ihren jeweiligen Sichtweisen, Felderfahrungen und Expertisen zusammenkommen, um etwas wirklich Neues auf den Weg zu bringen.
Zugleich liegen in diesem Miteinander echte Chancen. Diese im besten Sinne zu heben und zu nutzen, macht den besonderen Wert einer externen Begleitung aus.
Als Systemikerin gestalte ich einen unterstützenden Rahmen, der die Vielfalt der beteiligten Systeme anerkennt, Kreativität und anderes Denken ermöglicht und das Verbindende befördert. Dabei arbeite ich aus einer hohen Prozessorientierung heraus, achte auf das große Ganze ebenso wie einzelne Etappen. Und habe im Blick, wann sich Offenheit und Schwebezustand lohnen oder wann es Struktur und Entscheidungen braucht.
Nutzen der Prozessbegleitung
- Sie schöpft das kollektive Wissen und bindet individuelle Kompetenzen und Qualitäten ein – zum Wohle des Gesamten.
- Sie unterstützt die Ausrichtung auf eine Leitidee, in der sich alle Beteiligten wiederfinden.
- Sie hilft bei der Entwicklung einer temporären Arbeits- und Kommunikationskultur, eines gemeinsamen Selbstverständnisses, das die Eigenheiten und Mechanismen der Projektpartner:innen aufnimmt.
- Sie spiegelt, hinterfragt, ist manchmal unbequem, ermutigt und inspiriert – und öffnet den Raum für Experimente, Überraschendes und Ungeahntes.
- Sie sorgt für eine ausgewogene Balance zwischen Freiraum und Fokussierung.
Gelingende Zusammenarbeit stärken
Neu gegründet oder anders zusammengesetzt, gut eingespielt und vor besonderen Herausforderungen stehend oder so divers, dass es zu Reibungen in der Zusammenarbeit kommt – Teams sind komplexe Gebilde, geprägt von bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Rollen und Persönlichkeiten, Kompetenzen und Bedingungen, Ziele und Ressourcen wirken wechselnd auf- und miteinander. Gute Teams formen sich „nicht einfach so“. Sie brauchen Zeit und Raum, um zusammenzuwachsen und dauerhaft erfolgreich zu sein.
Zugleich sind Teams immer auch in größere Systeme – Organisationen, Trägerstrukturen, Netzwerke oder Partner:innen – eingebunden. Die Umgebungsbedingungen mitzudenken, ist Teil meiner Begleitung.
Ich unterstütze bei der…
- Klärung zentraler Parameter und Spielregeln für gelingende Zusammenarbeit
- Entwicklung einer vertrauensbasierten Dialog- und Feedback-Kultur
- Formulierung klarer und verbindender Ziele, für deren Erreichung sich alle Teammitglieder mit ihren individuellen Kompetenzen einsetzen
- Bewusstwerdung unterschiedlicher Wahrnehmungen und Perspektiven und Sensibilisierung für deren Wechselwirkungen
- Aufdeckung hinderlicher Routinen und Erforschung neuer Handlungsmöglichkeiten
- Entwicklung eines konstruktiven Umgangs mit Störungen und Konflikten
Gesellschaftliche Wirkung fördern
Inhaltliche Leitlinien, übergeordnete Ziele und erwünschte gesellschaftliche Wirkungen sind die Landmarken von Stiftungen für Entwicklungsvorhaben. Akteur:innen vor Ort nutzen bereitgestellte Mittel und Ressourcen, um einen solchen Rahmen mit eigenen, spezifischen Konzepten, Ansätzen und Projekten zu füllen.
Prozessbegleitung bietet wertvolle Unterstützung von außen. Sie ist nicht inhaltlich oder fachlich verantwortlich – sondern im wörtlichen Sinne eine Begleitung mit Prozessexpertise, Moderations- und Methodenkompetenz und feinen Antennen für Dynamiken und Entfaltungsräume.
Zugleich ist sie angebunden an das Gesamtprogramm und spiegelt Erkenntnisse in beide Richtungen.
Spezifische Ansätze entwickeln
Ich unterstütze die teilnehmenden Institutionen bei Ideenfindung, Vernetzung, Erprobung, Umsetzung und Verstetigung ihrer Vorhaben – passgenau, individuell, ergebnisoffen, entlang der jeweiligen Besonderheiten und Bedarfe vor Ort. Und berücksichtige die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Beteiligten – mit konsequentem Blick auf Potenziale, Ressourcen und Möglichkeiten.
Die Vielfalt der Projekte innerhalb solcher Programme erfahre ich als sehr bereichernd und inspirierend. Und mag die bunte Klaviatur der Gestaltung und Begleitung von Workshops und Werkstätten, Netzwerk- und Regionalgruppentreffen, individuellem Coaching, Team- und Organisationsentwicklungsprozessen.


Kräfte des Wandels
Als Prozessbegleiterin zu arbeiten meint, Fragenstellerin und Perspektiverweiterin zu sein, Entwicklungshelferin und Strukturgebende, ermutigende Vertraute und kritischer Spiegel, manchmal Hofnärrin, immer Katalysator…
Ich schätze diese Vielfalt sehr, die so unterschiedlichen Menschen, die oft tiefen Einblicke in verschiedene Organisationen, und auch das Unwägbare, das die Begleitung von Entwicklung und Veränderung mit sich bringt.
Ich erlebe immer wieder den Wert der inneren Weisheit eines Systems, die Innovationskraft eigener und eigenwilliger Ansätze und Lösungen, die nachhaltige Wirkung von gut genutzten Potenzialen und gemeinsamer Verantwortung. Und auch, wie bedeutsam es sein kann, Bisheriges zu würdigen, um echte Veränderung und Erneuerung zu ermöglichen.

